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Die Wirtschaft verdaut die Krise nach der allgemeinen Schockstarre



Im September 2008 hat die Lehmann Brother-Pleite eine Schockwelle auf den Finanzmärkten der Welt ausgelöst. Mehrere Banken bekamen schwerwiegende Probleme und die Krise gewann an Fahrt.

Im März 2009 gab es die Kehrtwende. Die Aktienmärkte starteten eine beeindruckende Aufholjagd (mit einer kleineren Pause im Juni).

Die meisten Krisen der Vergangenheit endeten mit einer kräftigen Erholung.... die Wertsteigerung der Börsen in 2009 bestätigt dies.

Hier einige Zahlen seit Anfang diesen Jahres : Bel20 +31 %, CAC40 +18,5 %, Dow Jones +11,5 %, Nikkei + 14%, Dax + 19 %, DJ Euro Stoxx + 18 %.

Auf dem G20-Gipfel Ende September haben die großen Wirtschaftsmächte sich mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft beschäftigt und Wege gesucht, zukünftig das „systemische Risiko“ zu vermeiden. In den Medien spricht man leider fast ausschließlich von den Bonuszahlungen. Das eigentliche Hauptthema wird vernachlässigt.

Langsam werden die Folgen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft sichtbar : Kosteneinsparungen, steigende Arbeitslosenzahlen (eine eventuelle Konsumbremse), die Unternehmen sind zurückhaltend bei weiteren Investitionen,...andererseits stellt man auch eine steigende Anzahl von Börsengängen und Unternehmensübernahmen / Fusionen fest.

Die Banken erteilen sich untereinander wieder Kredite – der Euribor (Zinssatz, zu dem sich die Banken das Geld untereinander ausleihen) hat sich nach historischen Höchstständen normalisiert. Das Vertrauen scheint zurück zu sein, trotz einiger Unsicherheiten bezüglich des in verschiedenen Aktiva enthaltenden „Giftmülls“ und die Banken verleihen  auch wieder vermehrt Geld an Unternehmen und Verbraucher. Gepaart mit dem niedrigen Zinsniveau ist das eine positive Perspektive.

Die Geschäftsergebnisse der Unternehmen fallen im Allgemeinen höher aus als erwartet, unter anderem begründet durch straffe Kosteneinsparungen.

Einige offizielle Indikatoren (steigende Exportzahlen, bessere Auftragslage...) unterstützen die Moral des Konsumenten. Die Wirtschaft versucht nach der Schockstarre die Krise zu verdauen.

Auch wird wahrscheinlich das 4.Trimester von der Aufstockung der stark geleerten Lager profitieren. Stellt sich die Frage, ob der Konsum weiterhin eine steigende Tendenz aufweisen wird...

Wie Sie feststellen können, gibt es einige positive Argumente für die Erholung und andere, die uns zur Vorsicht mahnen.

Die momentane Börsenerholung hat die vorher stark unterbewerteten Kurse nach oben gehievt, Zeichen einer Erleichterung nach der Ungewissheit der letzten beiden Jahre, ohne dass man von einer erheblichen Verbesserung der Konjunkturaussichten sprechen kann. Es bleiben eine große Anzahl interessanter Werte auf dem Markt (Warren Buffett kauft weiter).

Die Schwellenländer reagieren sensibler auf stark schwankende Märkte, bleiben aber mittel- und langfristig äußerst interessant – Beispiel: asiatische Staaten – Haushalte kaum verschuldet, Staatsfinanzen eher gesund, Banksystem relativ stabil, wachsende Binnennachfrage in China,....

Wo bleibt die Inflation? Aktuell haben wir quasi eine „Null-Inflation“ – stabile Preise stärken die Kaufkraft!

Mittelfristig werden aber wahrscheinlich vor allem die hoch verschuldeten Staaten eine Inflation provozieren wollen, um den Schuldenberg zu entwerten.

Bei einem Wirtschaftsaufschwung und erhöhtem Inflationsrisiko sollten Sie einen Teil Ihres Anlageportofolio in Rohstoffe investieren (auch weil wir immer noch keine wirklichen Alternative zum Öl gefunden haben).

Die Zinssätze werden steigen und die Anleihen mit niedriger Rendite und einer Laufzeit von mehr als 3-5 Jahren werden stark an Wert verlieren. Man sollte sich eher für Unternehmensanleihen bester Bonität mit einer höheren Rendite und kurzer bis mittlerer Laufzeit interessieren.

Einige Ratschläge:

Anzuraten ist :

  • Investieren Sie in Qualitätsaktien (mit interessanter Dividendenausschüttung)
  • Eine gute Streuung Ihrer Anlagen
  • Entscheiden Sie sich für Anleihen von sicheren Unternehmen
  • Investieren Sie in Gold und Rohstoffe

Zu vermeiden:

  • Terminkonten und Anleihen mit langer Laufzeit
  • Übermäßig flüssige Geldmittel halten
  • Versuchen, das Timing des Marktes vorherzusagen

Unter Berücksichtigung dieser Ratschläge bestätigen wir unsere Empfehlungen (Renditen vom 01/01/2009 bis 17/09/2009) :

  • Carmignac Patrimoine : 15,33 % (9,5 % Durchschnittsrendite auf 20 Jahre)
  • R Valor F : 27,83 % 
  • Echiquier Agressor : 46,79 %
  • Echiquier Obligations : 16,6 % 
  • CAAM internationale Anleihen : 15,68 %
  • Carmignac Emergents : 51,19 % 
  • Carmignac Commodities : 52,32 % 

Sie möchten Ihre Börsenverluste schneller wettmachen? Wir haben eine dem Markt angepasste Strategie. Kontaktieren Sie uns!

Ihr 
Dirk Verheggen          
Jurist, Anlageberater            
            

Ihr
Manfred Gehlen
Jurist & Versicherungsmakler, Gründer & Geschäftsführer (CEO) der European Finance Group
 

Hinweis: "Das Bankgeheimnis"
Informationsversammlung am 08/10 in Eynatten


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