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Am Finanzmarkt: weltweit schlechtes Wetter in Sicht, die Aussichten bleiben vorerst trübe. -
Steigen Sie jetzt zu vergünstigten Preisen ein - Wir zeigen Ihnen wie! - (April 2008)



Die Entwicklung einiger Aktienindexe seit Jahresbeginn
bis zum 26.3.2008:




Index


DAX Xetra
Bel20
Dow Jones Ind
Nasdaq Comp
Hang Seng
Nikkei 225
Wert am
26/03/08

6.504,82
3.673,84
12.430,19
2.322,43
22.617,01
12.706,63
Entwicklung seit 01/01/08

-19,37%
-10,99%
-6,29%
-12,44%
-18,68%
-16,99%



Weltweit stellen wir einen "negativen" Trend fest.  Der massive Eingriff der FED (Federal Reserve) Zentralbank in den Vereinigten Staaten, die den Leitzins auf 2,25 % gesenkt hat (-0,75 %), zeigt nur kurzfristig und gemäßigt eine positive Wirkung.  Es wird das Problem in Amerika nicht lösen.
Zur Erinnerung.  Die Subprime Krise ist durch eine Überschuldung der Amerikanischen Haushalte entstanden, unterstützt durch einen "niedrigen" Leitzins in den Jahren 2003-2004, der günstige Kredite ermöglichte.  Die Banken haben mit der Idee, dass jeder Haushalt sein Eigenheim haben sollte, Kredite an finanzschwache Kunden gewährt, deren Rückzahlungskapazität nicht gewährleistet war.  Der Anstieg des Zinssatzes hat diese Seifenblase zum Platzen gebracht, da diese Haushalte ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten.  Die FED scheint etwas "überfordert" zu sein... Sie muss jedoch berücksichtigen, dass die Immobilienpreise weiter gefallen sind und die Hypothekenwerte dementsprechend auch.  Dies berechtigt schon die Zinssenkung.  Zusätzlich besteht ein Inflationsproblem, da die amerikanische Wirtschaft auf die Kaufkraft der Bürger angewiesen ist, und wenn diese fällt, leidet die gesamte amerikanische Wirtschaft.
Der Aufkauf der konkursgefährdeten Börsengesellschaft  Bear Stearns durch die Amerikanische Zentralbank und JPMorgan Chase für 2 USD/Aktie ist ein weiterer Rückschlag für die Börsen.  Er zeigt ebenfalls, dass eine alteingesessene Gesellschaft, die am 01/01/08 noch einen Kurswert über 80 USD/Aktie besaß, durch Zahlungsschwierigkeiten ins Bodenlose fällt.
Es ist nicht auszuschließen, dass andere Grossbanken noch von der Krise hart getroffen werden, jedoch müsste die Sanierungsphase langsam dem Ende zugehen.  Nach dem Platzen der TMT Blase (Telekom, Media, Technology) im Jahre 2000 hat es ebenfalls eine Sanierungsphase gegeben.  Der große Unterschied zu dieser Periode ist, dass die Unternehmen nicht überbewertet sind und dass sie über riesige Geldmengen verfügen, die Mega Fusionen möglich machen.  Vielen Unternehmen geht es gut und die Aussichten sind ebenfalls gut, da die Auftragslage die Produktion absichert.
Die Börsen der Schwellenländer sind mittlerweile ebenfalls von der Krise betroffen, da der USD allgegenwärtig ist.
Der USD hat im Verhältnis zum Euro in den letzten 12 Monaten fast 19 % eingebüsst.  Da viele Fonds in USD notiert sind oder vom USD Wert abhängig sind, leiden die Kurse darunter.  Sich gegen USD Kursschwankungen einzudecken ist momentan ebenfalls teuer.
 
Seit unserer letzten Markteinschätzung hat sich an den Börsen also einiges getan.  Die Kursrückgänge belegen dies eindeutig.
Die USA sind in eine Rezessionsphase eingetreten.  Diese sollte dazu beitragen, die eigene Wirtschaft zu sanieren und die hohe Abhängigkeit von Energie und Krediten zu reduzieren.  Die niedrigen Zinsen sollten nicht zu einem Anstieg der Verschuldung verleiten, da es nur zur Verschlimmerung der aktuellen Kreditkrise führen würde.
Alle Märkte sind von der Krise betroffen.
Der Finanzsektor hat seit Juli 2007 35,70 % eingebüsst und wird in den nächsten Monaten weiterhin unter dem "niedrigen" Vertrauensklima leiden.
Der Rohstoffbereich gönnt sich auch eine Pause, obwohl die Preise nach wie vor wenig nachlassen dürften.  Das Angebot kann die hohe Nachfrage nicht sättigen, alle Minen haben volle Auftragsbücher.
Der Freizeitbereich und Reisen verliert seit Juli 2007 knapp 39 % und ist somit Tabellenletzter, was die Performance betrifft.
Europa wird aller Voraussicht nach in Rezession geraten, die Schwellenländer müssten jedoch davon verschont bleiben, da diese Länder eigenständiger und nicht mehr so stark von den "alten" Industrieländern abhängig sind.
 
Die Börse hat uns in den letzten 4 bis 5 Jahren verwöhnt.  Man darf nicht vergessen, dass Börsengeschäfte Risikoanlagen sind, auch wenn sie historisch gesehen eine bessere Rendite bewirken als klassische Sparformeln.  Die Gier ist ein gefährlicher Faktor im Anlagegeschäft.  Die Grossbanken und die Amerikanischen im Vordergrund werden uns in dieser Hinsicht mit Sicherheit nicht widersprechen.
 
Unsere Anlagetipps :
  • Kapitalgeschützte Hochzinssparprodukte als Basis zum Vermögensaufbau (mit Durchschnittsrenditen über 7 % in den letzten 10 Jahren);

  • Hedge Fonds, die sowohl Rückschläge der Börse ausnutzen als auch die kurzfristigen Termingeschäfte, den USD, Öl und Agrarstoffe.

  • Emerging Market: die jetzige Situation ist mit dem Winter- und Sommerschlussverkauf zu vergleichen - man wartet die reduzierten Preise ab, um seine Einkäufe zu tätigen - jetzt ist der Augenblick gekommen.  Zusätzlich sind die Schwellenländer als vollwertige Partner zu betrachten, die den Markt beeinflussen können.

  • Rohstoffe (commodities und soft commodities)

Philippe Remacle
KKC - AXA BANK EYNATTEN
Member of European Finance Group




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