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Aktuelle Situation der internationalen Börsen ziemlich instabil, September 2006:
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Keine Veränderung in absehbarer Zukunft in Sicht - Woher kommt diese Volatilität ?

Zuerst einmal, der hohe Ölpreis, der hoch bleiben dürfte. Dies bewirkt voraussichtlich in absehbarer Zukunft eine markante Wachstumsreduzierung, deren erste Anzeichen in den Vereinigten Staaten schon zu spüren sind. Und wenn die Vereinigten Staaten, die Wirtschaftslokomotive der Welt, dies verspüren, werden viele andere Länder auch nicht verschont bleiben. Hinzu kommen die gestiegenen Zinsen, die vor allem in den Vereinigten Staaten zu gebremstem Konsum führen (der Immobilienmarkt kriselt, die Preise fallen und die Zinsbelastung steigt). In Deutschland und Italien stehen zum 1.1.2007 Mehrwertsteuererhöhungen an, die ebenfalls den Konsum (sprich Wachstum) bremsen werden. Der gestiegene Zins hat den Wert bestehender Obligationen fallen lassen. Momentan entwickeln sich die Börsen der Industriestaaten besser als die der Schwellenländer. Die Investoren suchen mehr Sicherheit. Gute Nachrichten erzeugen so gut wie keine Reaktion mehr, sind also schon eingepreist. Unserer Meinung nach stehen wir kurz vor einer Phase der Gewinnmitnahmen (Kursverluste). Wir schlagen also vor Ihr Portfolio ein wenig um zu schichten :
- Positionen, die an das amerikanische Wachstum gekoppelt sind, reduzieren. - Im Gegenzug alternativ verwaltete Anlagen/Fonds zeichnen (beste Resultate in 2000-2003). - Europäische Anleihefonds sind zu Gunsten kurzfristiger Anlagen aufzugeben (Wir erwarten noch 2 Zinserhöhungen der BCE bis Anfang 2007 und dementsprechend einen Wertverlust der längerfristigen Anleihefonds.). Schließlich und endlich empfehlen wir ein Investment in einen BRIC Fonds (Brasilien, Russland, Indien, China, den viertgrößten Wachstumsstaaten der nächsten Jahre) und in größere, defensive Börsenkapitalisierungen.
Manfred Gehlen und sein European-Finance-Team
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