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Die Unterstützung in der Eifel für den Luftrettungsdienst aus Bra-sur-Lienne gibt es konkret seit vier Jahren. Ein Zeitraum, in dem das Komitee um Karl-Heinz Cornely seine Einnahmen verzehnfachen konnte. Allein im zurückliegenden Geschäftsjahr 2006 waren es stattlichen 170.000 Euro, die aus Beiträgen, Spenden oder Aktionen zusammenkamen. Das Gros in diesem Paket bilden die Mitgliedsbeiträge, mittlerweile etwas über 3000 Personen, die jährlich 40 Euro für „Spirit of St.Luc“ einzahlen. Zum Vergleich: Im ersten Jahr der konkreten „Anwerbung“ durch das Unterstützungskomitee, also 2003, waren es gerade mal 400 Personen, die für die Belange des „Spirit of St.Luc“ mobilisiert werden konnten. Aus Spenden flossen zudem 32.532 Euro auf das Konto des Unterstützungskomitees, während etwa das Kartrennen in Grüfflingen 8000 Euro in die Kasse spülte (um nur eine Aktion unter vielen zu nennen). Demgegenüber nehmen sich die Zuwendungen der fünf Eifelgemeinden für den Luftrettungsdienst mit jeweils 500 Euro eher bescheiden aus.
Bild: Karl-Heinz Cornely vom Unterstützungskomitee Eifel erläutert den Inhabern von Schmatz & Partners AG in Bra-sur-Lienne die vielfältigen medizinischen Einsatzmöglichkeiten des „Spirit of St.Luc“.
In Eigenregie
Nicht zu unterschätzen waren in den letzten drei Jahren, neben der materiellen Förderung, die praktische Unterstützung für die die Vereinigung »Spirit of St.Luc«, die in Bra zahlreiche Arbeiten in Eigenregie ausgeführt hat. Genannt seien etwa neue Lagerräume in der Hubschrauberhalle, Erneuerung des Stromnetzes, Außenisolierung des Büroraumes, mehrere neue Heizöltanks... Dabei wurde das Material oft von hiesigen Unternehmen gesponsort, so dass die Kosten der Arbeiten sich auf ein Minimum beliefen. Und bei diesen Arbeiten legten auch regelmäßig Eifeler Komiteemitglieder mit Hand an, investierten in ihrer Freizeit, so vorrangig am Samstag, zahlreiche Stunden in die Verbesserung der Rahmenbedingungen in Bra-sur-Lienne. Nicht zuletzt finden sich punktuell freiwillige Helfer(innen), die auf hiesigen Märkten oder bei anderen Veranstaltungen aktive Werbung für eine Mitgliedschaft bei der VoG „Spirit of St.Luc“ betreiben.
Eine mittelfristige Herausforderung konkret in der Eifel zielt auf die strukturellen Verbesserung bei der Einrichtung von Nachtlandeplätzen ab. Immerhin machen die Nachtflüge etwa dreißig Prozent der jährlich rund 800 Einsätze aus, konkret also mehr als zwei am Tag. Und da sind gesicherte und beleuchtete Landeplätze ein absolutes Muss, wie die Verantwortlichen um Verwaltungsratspräsident Louis de Spirlet und Jean-Marc Lannoy u.a. Ende März bei einem Info-Abend im St.Vither Rathaus erläuterten.
Nachtlandeplätze
Als wertvolle Partner bei der Suche nach geeigneten Landeplätze signalisierten die Fußballclubs ihre Kooperation, indem sie ihre Flutlichtplätze für Nachteinsätze bereitstellen. Bei einem Notfall sind Schnelligkeit und Sicherheit das A und O. Daher muss das betreffende Flutlicht so schnell wie möglich eingeschaltet werden. Auch muss der Pilot die absolute Sicherheit haben, dass ihn auf dem Landeplatz keine negativen Überraschungen erwarten, sprich: uneinsehbare Hindernisse. Er benötigt bei einer Nachtlandung etwa eine Fläche von 50 mal 50 Metern.
Grundsätzlich möchte das Unterstützungskomitee gemeinsam mit den Gemeinden und den Feuerwehren möglichst in (fast) jeder Ortschaft einen festen Landeplatz vorsehen. Nur ist dies nicht ganz einfach, da längst nicht überall eine entsprechende Sportinfrastruktur zur Verfügung steht. Weshalb in enger Absprache mit den Gemeinde ein passendes Areal definiert wird, das im Notfall von der Feuerwehr punktuell ausgeleuchtet wird, so Karl-Heinz Cornely namens des Unterstützungskomitees zu den aktuellen Herausforderungen.
Finanzierung bleibt die größte Herausforderung
Zwar ist der Luftrettungsdienst in Bra-sur-Lienne mittlerweile fester Bestandteil der medizinischen Erstversorgung in Eifel und Ardennen, dennoch brennt der Fortbestand der lebensrettenden Einrichtung auch nach rund zwanzig Jahren noch immer unter den Nägeln. Aktuell ist ein Budget von ca. 1,7 Millionen Euro jährlich erforderlich, um den Betrieb rund um die Uhr aufrecht zu erhalten.
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